Aktuelles für Telekompersonal: Interessenvertretung mit Pfiff; 07-08/2020

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Die Nominierten für den Deutschen Personalräte-Preis 2020

Örtlicher Personalrat Bundeskriminalamt Berlin

Innovative Ausgestaltung von Personalversammlungen zur Erhöhung der Mitarbeiterbeteiligung

Wie lassen sich Personalversammlungen lebendiger gestalten, die Beschäftigen aktiver einbinden und langatmige Monologe verhindern? Der Personalrat führte dazu grundlegende Änderungen an der Veranstaltungsstruktur durch. Den Schwerpunkt bildet jetzt eine Podiumsdiskussion mit dem Vorstand des Personalrats, der Amtsleitung und weiteren VertreterInnen. Hier werden Fragen der Beschäftigten aufgegriffen, die diese über einen QRCode direkt an die Fragerunde weiterleiten und sich so aktiv an der Versammlung beteiligen können.

Personalrat der studentischen Beschäftigten Technische Universität Berlin

Dienstvereinbarung zur Arbeitszeit

Für die rund 2.500 studentischen MitarbeiterInnen der TU Berlin war die Frage zu beantworten, wie zukünftig deren Arbeitszeit und anfallende Mehrarbeit erfasst werden sollten. Das Gremium entwickelte eine Dienstvereinbarung dazu und konnte in langwierigen Verhandlungen erreichen, dass keine Leistungs- und Verhaltenskontrolle stattfindet. Auf Basis dieser Regelungen können die Beschäftigten nun Beruf, Studium und Privatleben besser vereinbaren.

Gesamtpersonalrat AOK PLUS – die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen, Chemnitz

Ein PLUS an Miteinander – Zeitspende für KollegInnen

Durch den Corona bedingten Lockdown standen zahlreiche MitarbeiterInnen vor der Herausforderung, im Homeoffice zu arbeiten und gleichzeitig Kinder zuhause zu betreuen. Auf Initiative des Gesamtpersonalrats wurden Zeitspenden für betroffene KollegInnen ermöglicht, damit deren Arbeitsfähigkeit nicht leidet. Durch die Umwidmung eines Teils der Zeitgutschrift für teamfördernde Maßnahmen konnten Beschäftigte mit Betreuungsaufgaben im häuslichen Umfeld profitieren. Für diese Regelung wurde eine bestehende Dienstvereinbarung befristet geändert.

Jugend- und Auszubildendenvertretung Umweltbundesamt, Dessau-Roßlau

Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit der JAV

Zur Verbesserung der Wahrnehmung und Sichtbarkeit der Jugend- und Auszubildendenvertretung entwickelte das Gremium verschiedene Ideen und Maßnahmen. Ein vierteljährlicher Newsletter informiert über aktuelle Themen speziell für die Auszubildenden. In Form von eigenproduzierten Videos werden verschiedene MitarbeiterInnen vorgestellt. Ein anonymes Postfach bietet die Möglichkeit, Lob, Kritik und Anregungen zu äußern.

Hauptpersonalrat Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, Dresden

Sozialplan zum Ausgleich oder zur Milderung von wirtschaftlichen Nachteilen infolge von Standortverlagerungen

Eine Standortkonzentration führte dazu, dass sich für viele MitarbeiterInnen der Arbeitsweg zum Teil deutlich verlängerte. Zudem mangelt es an der Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Der HPR ging in Verhandlungen und gerichtliche Auseinandersetzung bis zum BVerwG, um einen finanziellen Ausgleich für die wirtschaftlichen Nachteile zu erreichen. Die Hartnäckigkeit zahlte sich für die MitarbeiterInnen aus, denn das Gericht entschied, dass ein Sozialplan verhandelt werden muss. Dieser beinhaltete auch Abfindungszahlungen.

Personalrat Stadtverwaltung – Allgemeine Verwaltung, Düsseldorf

Neue Reinigung für Düsseldorf

Durch Outsourcing sollte der städtische Reinigungsdienst vollständig aufgegeben werden. Der Personalrat wehrte sich nachhaltig gegen den Abbau der Eigenreinigung und band dazu auch die Öffentlichkeit und die lokale Politik ein. Aus einem ursprünglichen Rationalisierungsvorhaben der Dienststelle entstanden schließlich zahlreiche neue Arbeitsplätze in der Verwaltung mit tariflich gesicherten Arbeitsbedingungen. Zudem konnte der Personalrat erreichen, dass sich die Vergabepraxis nicht ausschließlich am Preis orientiert.

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Hauptschwerbehindertenvertretung Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, Erfurt

Inklusionsvereinbarung

Auf Basis einer gemeinsamen Diskussion mit Schwerbehindertenvertretung und Hauptpersonalrat verhandelte die Hauptschwerbehindertenvertretung eine umfassende Inklusionsvereinbarung. Schwerpunkte bilden die Herstellung der Barrierefreiheit und die Qualifizierung schwerbehinderter Beschäftigter. Auch die personalführende Dienststelle wird besonders eingebunden, indem sie schwerbehinderte Bedienstete unterstützen und fördern soll.

Jugend- und Auszubildendenvertretung Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung und die Bereitschaftspolizei, Eutin

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Auf Initiative der JAV wurde die Polizeischule Eutin die erste Polizeischule mit dem Titel Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage. Damit setzen die Jugend- und AuszubildendenvertreterInnen ein deutliches Zeichen dafür, dass sich junge AnwärterInnen vom latenten Vorwurf des Rassismus bei der Polizei distanzieren. Das Thema wurde Inhalt verschiedener Unterrichtseinheiten und von Podiumsdiskussionen. Hinzukam eine Unterschriftenaktion und eine Luftbildaufnahme, bei der sich die TeilnehmerInnen so aufstellten, dass der Schriftzug „No Racism“ zu lesen war.

Gesamtpersonalrat LehrerInnen des Staatlichen Schulamtes, Frankfurt/Main

Dienstvereinbarung Arbeits- und Gesundheitsschutz an Schulen

Die Zahl der Überlastungsanzeigen nahm kontinuierlich zu. Der GPR verhandelte vor diesem Hintergrund eine Dienstvereinbarung zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Damit wird die Umsetzung verschiedener Arbeitsschutzgesetze erreicht und die Gefährdungsbeurteilung geregelt. Im Rahmen von regelmäßigen Gefährdungsanalysen sollen vor allem auch psychische Belastungen bewertet werden.

Personalrat und Schwerbehindertenvertretung Hochschule, Hannover

Entwicklung und Abschluss einer Inklusionsvereinbarung

Der Personalrat und die SBV vereinbarten weitreichende Rahmenbedingungen sowie Maßnahmen und Nachteilsausgleiche, um die Inklusion behinderter Menschen zu fördern und voranzutreiben. Dazu zählen die Steigerung des angestrebten Anteils von Beschäftigten mit Behinderung auf 7,5 Prozent und das explizite Einbeziehen von Auszubildenden, außerdem Regelungen zu Hilfsmitteln und der Arbeitsplatzausstattung.

Weitere Informationen finden Sie unter www.dprp.de
www.schoeneberger-forum.de

Quelle: Beamten-Magazin 07-08/2020

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